Unsere Vision –

„Der wichtigste Schutz vor Lungenkrebs ist die Risikovermeidung. Da Rauchen das größte Risiko für Lungenkrebs darstellt, ist Nichtrauchen die beste Möglichkeit, das Risiko zu verringern."

Ein neuer Weg: Immunonkologie

Das Immunsystem, unsere körpereigene Abwehr, ist ein leistungsstarkes und wirksames System zur Bekämpfung von Infektionen und außerdem in der Lage, Tumorzellen zu zerstören.1 Dafür benötigt das Immunsystem schlagkräftige „Waffen“. Eine der Hauptwaffen sind sogenannte T-Zellen, eine besondere Form der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). (Abb.; 1, 2) Krebszellen können jedoch verschiedene Strategien entwickeln, die es ihnen ermöglichen, auch dem funktionierenden Immunsystem zu entkommen bzw. die Immunantwort zu unterdrücken. Diese Strategien werden unter dem Begriff „Escape-Mechanismen“ zusammengefasst.2, 3

Einer dieser Mechanismen basiert auf dem Vorhandensein eines bestimmten Eiweißstoffs, PD-L1 (Programmed Death-Ligand 1) genannt, auf Tumorzellen. PD-L1 wird normalerweise von gesunden Körperzellen gebildet und sendet an die T-Zellen das Signal, inaktiv zu sein bzw. die gesunde Zelle nicht anzugreifen. So wird eine übermäßige Immunreaktion verhindert. Tumorzellen machen sich diese Sicherheitsfunktion zunutze, indem sie ebenfalls PD-L1 aktiv auf der Zelloberfläche produzieren. Dadurch wird die Aktivität der T-Zellen gebremst und der Tumor kann weiter wachsen.1, 4 (Abb.; 3)

Immunonkologische Therapien können die weitere Unterdrückung des Immunsystems verhindern: Sogenannte PD-1-Hemmer blockieren PD-L1 aktiv auf der Oberfläche von Krebszellen, sodass die T-Zellen wieder aktiviert werden, sich vermehren und den Tumor zerstören können. (Abb.; 4) Dies kann zu einer Verkleinerung des Lungentumors führen. Der immunonkologische Therapieansatz der PD-1-Hemmung zielt somit in erster Linie auf eine Reaktivierung des Immunsystems ab, nicht auf den Tumor selbst.1, 4

Wirkprinzip der immunonkologischen Therapie

Quellen

  1. American Cancer Society. Lung cancer (non-small cell). Verfügbar unter:
    http://www.cancer.org/acs/ groups/cid/documents/webcontent/003115-pdf.pdf. Abgerufen am 19.07.2016.
  2. Deutsche Krebsgesellschaft (DKG). Lungenkrebs: Feststellung des Krankheitsstadiums. Verfügbar unter: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/definition/krankheitsstadium.html. Abgerufen am 03.06.2016.
  3. Krebsinformationsdienst Deutsches Krebsinformationszentrum (DKFZ). Lungenkrebs. Verfügbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/ lungenkrebs/nicht-kleinzellig.php. Abgerufen am 03.06.2016.
  4. Krebsinformationsdienst Deutsches Krebsinformationszentrum (DKFZ). Lungenkrebs. Verfügbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/ lungenkrebs/behandlung-uebersicht.php. Abgerufen am 03.06.2016.
  5. Reck M, Heigener DF, Mok, T. et al. Management of non-small-cell lung cancer: recent developments. Lancet 2013.

Informationen zur Immunonkologie

Die Immunonkologie hat sich mittlerweile zu einem neuen Eckpfeiler der Krebstherapie entwickelt. Weitere Informationen auf www.krebs.de.

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Informationen zum Lungenkarzinom

Ausführliche Informationen zum Lungenkarzinom finden Sie auf www.krebs.de.

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